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Paul M. Musyl
Geschichte
 


Geboren am 8. März 1946. Grazer österreichisch-englischer Abstammung. Obwohl es keine musikalische Familientradition aufrecht zu halten gab, erkannte die früh verwitwete Mutter das Talent ihres jüngsten Sohnes und ermöglichte ihm Unterrichtsstunden auf Geige, Akkordeon und Gitarre. Die Instrumente erlernte der Sechsjährige fast mühelos, als späterer Musiker und Bandleader beherrscht er nahezu jedes Instrument mit einer angeborenen Sicherheit „wie von selbst“.

Mit sechzehn gründete der Gymnasiast seine erste Band „Pauli und wir“. Als Student belegte er zuerst Maschinenbau, später Mathematik, Darstellende Geometrie und Musik und entschloß sich dann aber für die Laufbahn als Musiker und Komponist.

Über die anschließend mit der Sängerin Joseppa gegründete Gruppe „Musyl & Joseppa“ sagte Prof. Horst Gerhard Haberl (Humanic-Ideologe der ersten Stunde und späterer Steirischer-Herbst-Intendant): „Musyl und Joseppa machen Musik ohne und gegen den Stardust einer kommerzialisierten Branche von Entertainern und bewußtseinstötenden Publikumsmasseuren. Sie sind typische Grenzgänger, die finden, was sie nie gesucht haben; die suchen, was sie nie zu finden glauben; die glauben, dass sie Musik machen müssen, wie andere atmen oder essen. Der Paul ist Mathematiker. Das merkt man in seinen Kompositionen: Einfache tonale Reihen stürzen unvermittelt in Abgründe und schwindelerregende Höhen jener märchenhaften Tonleitergymnastik, in die er sich verstrickt und verheddert, um dann sieghaft oder verzagt in den Sprachklang einer tradierten Gegenwart einzustimmen. Alles das geschieht ohne Spekulation auf minimalistische oder mehrdimensionale Tendenzen der gerade aktuellen Sound-Moden. Paul und Joseppa sind deutliche Außenseiter der Szene. Dass sie ein Publikum haben, zählt zu den Hoffnungen auf Menschen, die noch hören, sehen, fühlen und verstehen können und wollen"

Tatsächlich entstanden so ungewöhnliche LPs wie „RoZZ“ oder „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“, eine Produktion bei der Paul M. Musyl seinen Sound mit Streichquartett, Flöten, Saxophon, Posaune und Pauken erweiterte, was damals als höchst ungewöhnlich galt. Unter den Auftragsarbeiten fand sich viel Filmmusik. Als Komponist der damals revolutionären Humanic-Werbung gewann er mit Humanic den Staatspreis für Werbung. Prof. Horst Gerhard Haberl war es auch, der den ungewöhnlichen Charme der Peter Rosegger Vertonung „Ein Freund ging nach Amerika“ erkannte und diese Platte produzierte.

Mitte der 80-er Jahre zog es Musyl nach Hollywood, um bereits damals als Computer-Pionier mit elektronischer Unterstützung die Musik zum Film „I am a child of the Universe“ zu komponieren.

Auf der Bühne fiel Paul M. Musyl durch sein absolut virtuoses Gitarrenspiel auf - trotzdem: die Bühne, jene Bretter die für manche die Welt bedeuten, waren nie seine Leidenschaft. Komposition am Klavier oder Computer und im stillen Kämmerlein sind die wahre Herausforderung und das Instrument um diese Musik, die ihm in seinen Träumen diktiert wird, zu schreiben.

Aus einer Rezension:
Wenn Musik durch Zeit und Raum zu reisen ermöglicht, so ist die musikalische Reise von hier - westlich, ja klassisch - nach Ost (Afghanistan, Pakistan) nach west-go west (Rock/Jazz) für Paul M. Musyl erst recht ein Kinderspiel. Beispielgebend für seine musikalischen Reisen sind auch die berühmten Konzerte „in Blau“. Denn da gelingt es dem Komponisten Paul M. Musyl dem ewiggültigen musikalischen Erbe eines Beethoven oder Schubert die musikalische Dimension des 20. und 21. Jahrhunderts hinzuzufügen, jenen Zeitgeist einzuschleusen, den wir alle mühelos als den „unsrigen“, den gegenwärtigen erkennen.

Die Reise von Hier = modernes Volkslied à la „Ein Freund ging nach Amerika“ oder der„Schutzengelmesse“ nach International „Let the little Kids play“ und „Kia Kia“ (auf LP und CD) läßt sich anhand der Biographie feststellen.
In dieser Biographie finden sich außerdem die Gründung der Musikschule „Musyl & Joseppa“ sowie Stationen von der musikalischen Umrahmung eines Papstbesuches (Papst Paul II in Wien) über die Interreligiöse Meditation mit dem Dalai Lama in Graz bis hin zur Filmmusik und nach Hollywood.


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